Die Galvanoplastik geht auf die Forschungen von Hermann von Jacobi zurück, der diese Technik im Auftrag des Zaren Nikolaus von Russland um 1833 entwickelte. Die Grundlage dieser Technik ist die Ionenwanderung von Metallen mittels Gleichstrom in einer elektrolytischen Lösung.
Unsere Objekte werden alle von Hand in reinem Bienenwachs modelliert. Dazu verwenden wir spezielle Wachswerkzeuge sowie heiße Feilen. Idealerweise ist das Bienenwachs weich und geschmeidig, daher halten wir die zu bearbeitenden Wachsstücke in einem Wärmeofen warm. So können wir auch über längere Zeiträume ein Wachsmodell bearbeiten. Ist die Skulptur in Wachs fertiggestellt, muss Sie erkalten, damit das Werkstück für die weiter Bearbeitung vorbereitet werden kann.
Bevor die Wachsskulptur verkupfert werden kann, werden Kupferdrähte als Aufhängung in die Skulptur eingeschmolzen und die Wachsskulptur anschließend mit feinem Graphitstaub eingestäubt. So bearbeitet, kann die Wachsskulptur nun in das galvanische Kupferbad eingehängt werden. Durch die Ionenwanderung setzen sich die einzelnen Kupferionen an unserem Werkstück ab und bilden - langsam – eine Kupferhaut, die, je länger das Objekt im Bad hängt, um so dicker wird.
Je nach dem wie groß unser Werkstück ist, muss es zwischen einigen Tagen bis hin zu 6-8 Wochen im Bad verbleiben. Während des Aufenthaltes im Kupferbad müssen die zu verkupfernden Werkstücke ständig kontrolliert und umgehängt werden, damit eine gleichmäßige Verkupferung ermöglicht wird.
Ist die Kupferschicht, der sogenannte Niederschlag, stabil genug, werden die nun verkupferten Wachsskulpturen aus dem Bad genommen und aufgebohrt. Anschließend werden die Skulpturen erhitzt und das Wachs rückstandsfrei ausgeschmolzen. Auf diesem Wege geht das ursprüngliche Modell verloren, jedoch bleibt ein reiner Kupferkörper zurück, der nun in seiner metallischen Form nachbearbeitet werden muss. D. h. die Skulpturen werden nun mit groben und feinen Schleif- und Ziselierwerkzeugen nachgearbeitet. Einzelne Teile werden mit feinem Silberlot zusammengelötet. Ist die Skulptur in Kupfer bearbeitet, kann sie nun mit Lehm und Bürsten entfettet, oxidiert und patiniert werden.
Nach der Patinierung werden alle Skulpturen mit feinem Bienenwachs eingerieben und von Hand poliert. Jede Skulptur erhält eine Gravur bzw Signatur und wird mit verschiedenen Materialien wie Stein- oder Holzsockeln kombiniert.
Quelle: Philipp Basche, München
